Oktober, der Monat des Heiligen Rosenkranzes

Rev. Matthew R. Mauriello

Jedes Jahr wird der Monat Oktober dem Heiligsten Rosenkranz geweiht. Dies ist in erster Linie dem Umstand zu verdanken, dass das liturgische Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz jährlich am 7. Oktober gefeiert wird. Es wurde eingesetzt, um die Selige Jungfrau aus Dankbarkeit für den Schutz zu ehren, den sie der Kirche spendet als Erwiderung auf das Beten des Rosenkranzes durch die Gläubigen.

Das Fest wurde durch den heiligen Papst Pius V (1504-1572) im Jahre 1571 eingeführt, um des wunderbaren Sieges der christlichen Streitkräfte in der Schlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 zu gedenken. Der Papst schrieb es mehr den „Waffen“ des Rosenkranzes zu, als der Kraft der Kanonen und der Tapferkeit der Soldaten, die dort kämpften.

Die Legende erzählt uns, dass der Rosenkranz als eine Form des Gebetes dem Hl. Dominikus (1170-1221) durch Maria, der Mutter unseres Herrn, geschenkt wurde, die ihn ihm als eine Hilfe in den Konflikten mit den Albigensern anvertraute. Der dominikanische Papst Pius V. tat viel, um die Verbreitung des Rosenkranzes zu fördern und später wurde er eine der beliebtesten Andachtsformen in der Christenheit. Es war der gleiche Papst, St. Pius V., der 1569 offiziell den Rosenkranz in seiner gegenwärtigen Form durch die päpstliche Bulle Consueverunt Romani Pontifeces anerkannte. Durch die Hinzufügung der zweiten Hälfte des Ave Maria und des Ehre sei dem Vaters am Schluss jeden Geheimnisses ist die Gebetsform abegrundet worden.

Die gegenwärtige Forschung verfolgt die Entwicklung des Rosenkranzes bis ins hohe Mittelalter, wo er in verschiedenen mittelalterlichen Klöster als Ersatz für das Stundengebet von den Laienmönchen und frommen Laien, die nicht lesen konnten, ins Leben gerufen wurde. Anstatt der 150 Psalmen wollten sie 150 Vater unser beten, die sie an einem Ring von Perlen abzählten, der Krone oder corona genannt wurde. Mit dem Anwachsen der Beliebtheit der Marienverehrung im zwölften Jahrhundert entwickelte sich der Psalter der Seligen Jungfrau Maria, der die 150 Vater unser durch 150 Ave Maria ersetzte.

Die 150 Ave Marias wurden später von dem jungen Dominikaner Mönch Henry Kalkar (1328-1408 )in fünfzehn Gesätze unterteilt, wobei jedes Gesätz auf ein Ereignis im Leben Jesu und Marias verwies. Der Dominikaner Alanus de Rupe (1428-1478) teilte zusätzlich die Episoden der Heilsgeschichte in die freudenreichen, schmerzvollen und glorreichen Geheimnisse ein.

Er schrieb auch die Herkunft des Rosenkranzes, damals bekannt als der Psalter der Seligen Jungfrau, dem Hl. Dominik zu und spornte somit den Dominikaner Orden an, das Apostolat des Rosenkranzes zu seinem besonderen Anliegen zu machen. Die Dominikaner haben seither den Rosenkranz mit bemerkenswerten Ergebnissen verbreitet.

Die Praxis, den ganzen Monat Oktober dem Heiligen Rosenkranz zu weihen, entwickelte sich gegen Ende des letzten Jahrhunderts. Papst Leo XIII (1878-1903) förderte nachdrücklich das Zunehmen der Verehrung der Gottesmutter, indem er zum fortwährenden Gebrauch des Rosenkranzes ermutigte.

Von Supremo Apostolatus Officio veröffentlicht am 1. September 1883 bis Diuturni Temporis (1898) schrieb er insgesamt elf Enzykliken über den Rosenkranz. …

Viele andere Päpste haben durch ihre Schriften dazu beigetragen, um zu helfen, dass die Rosenkranzverehrung anwächst. In jüngster Vergangenheit widmete Papst Paul VI (1963 - 1978) den letzten Abschnitt seines Apostolischen Mahnschreibens Marialis Cultus dem Angelus und dem Rosenkranz (MC 40-55). In diesem Dokument schrieb er, dass „der Rosenkranz einen unveränderten Wert und eine unversehrte Frische bewahrt“ (MC 41).

Der Rosenkranz ist vor allem ein biblisches Gebet. Dies kann durch den von Papst Pius XII (1939 - 1958) verwendeten überlieferten Satz zusammengefasst werden, dass der Rosenkranz „ein Kompendium des ganzen Evangeliums“ ist (AAS 38, 1946, p. 419). Der Rosenkranz bezieht seine Geheimnisse aus dem Neuen Testament und ist auf die großen Ereignisse der Menschwerdung und der Erlösung zentriert.

Johannes Paul II nannte den Rosenkranz sein Lieblingsgebet, wodurch wir mit Maria über die Geheimnissen meditieren, die sie als Mutter in ihrem Herzen erwogen hat (Lk 2, 19; vgl. L'Osservatore Romano, 44, 30. Okt. 1979).

Lasst uns in diesem Oktobermonat dieses wunderschöne Rosenkranzgebet als ein Mittel betrachten, dass wir auch gebrauchen können, um näher an Jesus und Maria zu gelangen, indem wir über die großen Geheimnisse unserer Erlösung nachdenken.

Der obige Artikel in englischer Sprache ist in The Fairfield County Catholic Januar 1996, erschienen.


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