DIE SCHMERZHAFTEN GEHEIMNISSE  

 

 

DIE TODESANGST IM GARTEN

Der Kelch des Neuen Bundes, den Jesus vorwegnahm als er sich beim Letzten Abendmahl opferte, wird später von ihm aus der Hand seines Vaters in seiner Todesangst im Garten von Gethsemani angenommen, als er „gehorsam wurde bis zum Tode.“ Jesus betet: „Mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch vorübergehen...“ Auf diese Weise drückt er auf echt menschliche Weise sein Grauen vor dem Tod aus. Wie die unsere ist seine menschliche Natur für das ewige Leben bestimmt; im Unterschied zu uns ist Jesu menschliche Natur vollkommen ausgenommen von der Sünde, der Ursache des Todes. Vor allem ist seine menschliche Natur ganz von der göttlichen Person durchdrungen. Jesus nimmt im Gehorsam seinem Vater gegenüber seinen Tod als Erlösungsopfer an. „Er selbst trug unsere Sünden auf seinem Leib an das Kreuz.“

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DIE GEIßELUNG

Jesus kannte und liebte jeden von uns während seines Lebens, seiner Todesangst und seiner Passion und gab sich für jeden von uns hin: „Der Sohn Gottes... liebte mich und hat sich für mich hingegeben.“ Er hat uns alle mit einem menschlichen Herz geliebt. Aus diesem Grund wird das Heilige Herz Jesu, von unseren Sünden und um unserer Erlösung willen durchbohrt, völlig mit Recht als das Hauptmerkmal und Symbol dieser Liebe betrachtet, mit der der göttliche Erlöser fortwährend den ewigen Vater und alle menschlichen Geschöpfe ohne Ausnahme liebt.

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JESUS WIRD MIT DORNEN GEKRÖNT

Es ist ausgerechnet in der Passion, als die Barmherzigkeit Christi im Begriff ist, die Sünde zu besiegen, dass sie am deutlichsten ihre Gewalt und ihre vielen Gestalten kundtut: Unglauben, mörderischer Hass, Ausweichen und Verhöhnen durch die Führer und das Volk, die Feigheit des Pilatus und die Grausamkeit der Soldaten, der für Jesus so bittere Verrat des Judas, das Leugnen des Petrus und die Flucht der Jünger. Jedoch in der äußersten Stunde der Finsternis, der Stunde des Fürsten dieser Welt, wird das Opfer Christi im Geheimen zur Quelle, aus der die Vergebung unserer Sünden unerschöpflich hervor strömen wird.

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DAS TRAGEN DES KREUZES

Das Kreuz ist das einzigartige Opfer Christi, des einzigen Mittlers zwischen Gott und den Menschen. Aber weil er sich in seiner menschgewordenen göttlichen Person mit jedem Menschen vereint hat, wird uns die Möglichkeit zuteil, in das Ostergeheimnis mit ihm einzutreten. Jesus ruft seine Jünger auf, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und ihm zu folgen, denn auch Christus hat für uns gelitten und uns sein Beispiel zurückgelassen, auf dass wir seinen Fußstapfen folgen sollten. Tatsächlich möchte Jesus mit seinem Erlösungsopfer jene verbinden, die ihm nachfolgen. Dies wird aufs höchste im Fall seiner Mutter erreicht, die inniger als jede andere Person mit dem Geheimnis seines erlösenden Leidens verbunden wurde.

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DIE KREUZIGUNG

Die Kirche wird vor allem durch die vollkommene Selbstaufgabe Christi für unsere Erlösung geboren, die in der Einsetzung der Eucharistie vorweggenommen und am Kreuz vollendet wurde. Der Ursprung und die Fruchtbarkeit der Kirche werden durch sein Blut und Wasser symbolisiert, die aus der offenen Seite des gekreuzigten Jesus flossen. Denn als er den Todesschlaf am Kreuze schlief, ging aus der Seite Christi das wundervolle Sakrament der ganzen Kirche hervor. So wie Eva aus der Seite des schlafenden Adams geformt wurde, genauso wurde die Kirche aus dem durchbohrten Herzen Christi geboren, als er tot am Kreuz hing.“

 

 


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